Schreiben
Fantasy-Roman: Namen für Welt und Charaktere
Ein Fantasy-Roman lebt von der Glaubwürdigkeit seiner Welt. Nichts stört den Lesefluss mehr als ein Namenssystem, in dem eine Figur Aldorian heißt und ihr Bruder Kevin. Wer einen Fantasy-Roman schreibt, sollte früh ein Namenssystem festlegen, das Kulturen, Regionen und Zeitalter der Welt widerspiegelt. Es muss nicht kompliziert sein: Schon eine Handvoll Silben und Laute, die einer Gruppe vorbehalten sind, erzeugen beim Leser das Gefühl von sprachlicher Tiefe.
Schritt für Schritt
- 1 Legen Sie für jede Kulturgruppe einen Klangpool an: eine Liste von Silben, Lauten und typischen Endungen, die nur diese Gruppe verwendet.
- 2 Erstellen Sie eine Übersichtstabelle mit Beispielnamen pro Gruppe, damit Sie beim Schreiben konsistent bleiben.
- 3 Achten Sie darauf, dass Orts-, Götter- und Charakternamen derselben Region aus demselben Klangpool stammen.
- 4 Unterscheiden Sie Stände innerhalb einer Gruppe: Adelsnamen dürfen länger und förmlicher sein als die von Bauern.
- 5 Schreiben Sie nach jedem Kapitel alle neuen Figuren- und Ortsnamen auf und suchen Sie nach Ausreißern.
- 6 Erwägen Sie ein Namensverzeichnis oder eine kurze Ausspracheanleitung im Anhang, besonders bei ungewöhnlichen Buchstabenfolgen.
- 7 Überarbeiten Sie Namen, die bei Testlesern wiederholt für Verwirrung oder falsche Aussprache sorgen.
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